Venezolanisches Talent in Österreich:
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Dirigent aus Barquisimeto und venezolanische Virtuosen glänzen bei historischem Europakonzert

„Rodrigo 125 & Strobl Rediscovered“
Die europäische klassische Musikszene würdigte am Samstag, dem 11. April, die Exzellenz venezolanischer Musikerinnen und Musiker. Die eindrucksvollen Räumlichkeiten der Joseph Haydn Privathochschule in Eisenstadt bildeten den Rahmen für das Abschlusskonzert des 3. Gitarrensymposiums – ein besonderer Konzertabend, geprägt von vier herausragenden venezolanischen Künstlern.
Für dieses anspruchsvolle Projekt wurde ein hochkarätiges Orchesterensemble zusammengestellt, das Musikerinnen und Musiker aus Wien, Deutschland und Spanien mit einer ausgewählten Gruppe venezolanischer Künstler vereinte und damit venezolanisches Talent in einer der bedeutendsten Musikregionen Europas präsentierte.
Geleitet wurde das Konzert von dem venezolanischen Dirigenten Jesús Olivetti aus Barquisimeto, der derzeit in München als Chefdirigent verschiedener Orchesterprojekte tätig ist. Er war für dieses bedeutende Konzert als Gastdirigent eingeladen und übernahm die musikalische Leitung des internationalen Ensembles.
Auch auf solistischer Ebene war Venezuela prominent vertreten: Als Solist des Abends begeisterte Gabriel Guillén, international als einer der führenden klassischen Gitarristen seiner Generation anerkannt, das österreichische Publikum mit seiner außergewöhnlichen Virtuosität.
Angeführt wurde das Ensemble vom Konzertmeister Igor García, einem venezolanischen Geiger mit Wohnsitz in Wien, der dort seine internationale Karriere erfolgreich weiterentwickelt. Ergänzt wurde das Ensemble durch den venezolanischen Musiker Kevin Merchán, dessen musikalische Leistung ebenfalls großen Anklang fand.
Ein Programm mit Uraufführungen und Hommage
Unter dem Titel „Rodrigo 125 & Strobl Rediscovered“ stellte das Programm hohe künstlerische Anforderungen und bot die Uraufführung zweier bedeutender Werke: des Concertino für Gitarre des österreichischen Komponisten Otto Strobl – ein erst kürzlich im persönlichen Archiv entdecktes unveröffentlichtes Werk – sowie des Gitarrenkonzerts Nr. 3 des slowenischen Komponisten und Gitarristen Nejc Kuhar.
Den emotionalen Höhepunkt des Abends bildete die Hommage an den 125. Geburtstag von Joaquín Rodrigo. In Anwesenheit seiner Tochter Cecilia Rodrigo, die die Begrüßungsworte sprach, interpretierte das Orchester das weltberühmte Concierto de Aranjuez.
Der Konzertabend in Eisenstadt unterstrich erneut das Renommee des 3. Gitarrensymposiums und bestätigte venezolanische Musikerinnen und Musiker einmal mehr als Künstler von internationalem Spitzenformat auf höchstem Niveau.



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